Leserbrief - September 2016

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Pfarrgemeinde in Verantwortung aller !
Aus der Sicht eines Pfarrgemeinderates
 
Hat Sie heute schon jemand gegrüßt ? Hat jemand an Sie ein aufmunterndes Wort gerichtet ? Konnten Sie spüren, dass der Gruß vom Herzen kommt, dass Sie angenommen und geschätzt werden ? Wenn nicht, dann muss man selbst die Initiative ergreifen, auf andere zugehen mit einem Gruß, einem freundlichen Wort, nicht nur in der Kirche. Das ist auch beim Einkaufen oder im Kaffeehaus und beim ganz normalen Spazierengehen in unserer Siedlung möglich. Der Tag wird schöner und wir kommen mit anderen ins Gespräch – alle Generationen, alle Gruppen. Denn, so hoffe ich, dass beim Reden auch ein Funke überspringt. Sollte das nicht so sein, wären die Worte von Frieden, Liebe und Gerechtigkeit in den Wind geschrieben.
 
Unsere Pfarrgemeinde ist kein Freizeitclub und kein religiöses Freizeit-Unternehmen, sondern eine christliche Gemeinde, die aus dem Wort und dem Geist Jesu lebt. Sollte das nicht deutlich spürbar sein, wenn wir miteinander reden? Und dadurch vielleicht auch „verlorene Schäfchen“ wieder zurückholen. Dazu eine kleine Geschichte, die zum Nachdenken anregen soll.
 
Ein Pfarrer wurde einmal gefragt, was die Aufgabe einer Pfarrgemeinde ist. Er antwortete:Am Rande einer Gemeinde lebte eine einsame, alte Frau. Außer einem Hund und einer Ziege, besaß sie nichts. Eines Tages beschloss sie. eine Freundin zu besuchen. Sie richtete vorher ein paar Brote für das Abendessen her und ermahnte die Ziege und den Hund, ja nicht ihr Abendessen zu stibitzen. Doch kaum war sie aus dem Haus, machten sich der Hund und die Ziege daran, die Brote zu fressen. Als die Frau hungrig nach Hause kam, war sie zornig und fragte, wer das gewesen wäre. Der Hund sagte: „Die Ziege! Die Ziege sagte wiederum: „Der Hund. Da die Frau ihre Pappenheimer kannte, ahnte sie, wer der Übeltäter und Anstifter war. Sie hob einen Stock und ... Da bekam der Hund Angst. Er jaulte auf und lief schuldbewusst davon. Immer weiter und weiter weg, bis er nicht mehr zu sehen war.
 
Hier machte der Pfarrer eine Pause. Sein Gegenüber sah ihn verständnislos an. „Und....?Da lächelte der Pfarrer verschmitzt und meinte: „Die Aufgabe der Pfarrgemeinde ist es nun, diesen Hund zurückzuholen.
 
Am Beginn eines neuen Arbeitsjahres sollte ich mir vielleicht wieder meiner Aufgabe als Christ bewusst werden. Ich bitte Sie, darüber nachzudenken und Ihre Meinung dazu zu sagen.
 
Annemarie Schermann
 
 
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