Sicht eines PGR - März 2017

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Aus der Sicht
eines Pfarrgemeinderates
 
In der Fastenzeit wollte Jesus eine Pfarrgemeinde am Stadtrand besuchen und kam an einem Sonntag nach Hl. Kreuz. Er kam allein, ohne Gefolge. Er wurde vom Herrn Pfarrer und von einigen gerade anwesenden PGR-Mitgliedern freudig begrüßt.

Jesus war angenehm überrascht vom guten Besuch der 10h-Messe, obwohl sie in der Winterkirche stattfand. Er freute sich, dass so viele Besucher kamen und dass im sogar beim Friedensgruß liebevoll die Hand gedrückt wurde.
„Das ist noch nicht alles Jesus, Du musst nachher noch zum Pfarrkaffee kommen. Dort wird zwar kein Kaffee aus dem Weltladen angeboten, wir sind aber trotzdem solidarisch mit den Hungernden der Welt.“
„Ich habe einige Kinder gesehen. Wo sind den die anderen ? Warum lasst ihr sie nicht zu mir kommen ?“
„Aber das tun wir doch. Die Vorbereitung auf die erste Begegnung mit Dir hat doch schon begonnen. Die Kinder und die Mithelfer sind sehr eifrig dabei, sich vorzubereiten. Gleich am nächsten Sonntag werden sie der Pfarrgemeinde vorgestellt.“ Aber leider gibt es jetzt ja nicht mehr so viele katholische Kinder in unserer Pfarrgemeinde, wie du wissen wirst.
„Das ist sehr lobenswert. Aber wo sind die, die mir schon einmal begegnet sind ?“
„Die werden bereits seit November auf die Firmung vorbereitet und irgendwann im März auch der Pfarrgemeinde vorgestellt.
„Und wie geht es euch bei den Gottesdiensten?“
„Jesus, wir haben ein großes Angebot in unserer Pfarre. Wir haben 15 Lektoren, 7 MinistantenInnen , 5 Kommunionhelfer und 2 Wortgottesdienstleiterinnen und 8 Pfarrgemeinderäte, die im März neu gewählt werden. Wie du weißt, sind wir ja jetzt zu einem Entwicklungsraum geworden und bereiten uns auf die Pfarre Neu vor, ob sinnvoll oder nicht wird sich in Zukunft weisen.
Jesus betrachtete das Gebäude der Kirche und murmelte etwas von „einem Stein auf dem anderen bleiben“ und „Gebäude aus lebendigen Steinen“.
Ich habe gehört, dass eure Kirche im vergangenem Jahr ihr 40 jähriges Bestehen gefeiert hat. Wie ist es euch dabei ergangen?“
„Bestens, bestens, eine schöne Feier. Sogar der Dechant und der Herr Provinzial waren da. Schade, dass Du das versäumt hast, denn wir haben uns sehr lange darauf vorbereitet und sogar ein neues Kreuz bekommen. Übrigens liegt uns das Feiern im Rahmen der Pfarre ganz gut. Wir veranstalten einmal im Jahr einen „Kroatischen Abend“, drei Flohmärkte und einen Adventbasar, denn die Erhaltung deiner Kirche kostet viel Geld. Früher hatten wir viel mehr Veranstaltungen, aber die Mitarbeiter werden immer älter und sind auch nicht mehr so belastbar.
Außerdem gibt es eine Jungschargruppe, einen Treffpunkt für Senioren und eine Kegelrunde.
„Denkt ihr dabei auch an die Armen?“
„Na selbstverständlich. Darum kümmern sich ein paar engagierte Frauen von der Caritas. Sie halten 14-tägig Sprechstunden ab, wo Bedürftige ein Lebensmittelpaket bekommen. Einige kümmern sich auch um unsere Gäste, wie du weißt. Wie du sicher gehört haben wirst, gibt es ja so viele Sammlungen im Jahr (und auch private) und immer wieder spenden die Leute sehr fleißig.
„Wird bei euch auch gebetet?“
„Na klar. Wir haben 2 Eucharistiefeiern an den Wochentagen, das Abendgebet am Freitag und jeden 2. Samstag abwechselnd mit der Nachbarpfarre eine Abendmesse.. Eine Gruppe betet auch jede Woche den Rosenkranz. Und jetzt in der Fastenzeit haben wir jeden Donnerstag eine Frühschicht (schon um 7 Uhr früh) mit anschließendem Frühstück. Vielleicht kannst Du da einmal vorbeikommen? Das würde uns freuen.
„Na, ja, da bei euch ist es ja eigentlich ganz schön . Kann ich euch vielleicht noch mit etwas helfen ?“ BRAUCHT IHR MICH ?“
„Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Aber eine Bitte hätten wir noch: Wenn Du das nächste Mal wiederkommst, wäre es gut, wenn Du Dich anmeldest. Dann könnten wir uns besser auf Deinen Besuch vorbereiten. – Denn schließlich geschieht ja alles zu DEINER EHRE.“
„Gut, dann werde ich jetzt weitergehen und euch bei eurem Christ- sein nicht weiter stören.“
BRAUCHEN WIR JESUS EIGENTLICH NOCH?
Eine Frage, die in der Fastenzeit vielleicht ein bisschen zum Nachdenken anregen könnte.
Annemarie Schermann
 
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