- April 2017

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Gedankensplitter
 
zur Auferstehung
 
 
Einer Dame, die ihn gefragt hatte, wie es möglich sei, dass es überhaupt Menschen gäbe, die an die Auferstehung glauben, gab der französische Philosoph Voltaire (+ 1778), ein scharfzüngiger Spötter des Christentums, folgende überraschende Antwort: "Madame, die Auferstehung ist die einfachste Sache von der Welt. Der, der den Menschen einmal geschaffen hat, kann ihn auch zum zweiten Male schaffen".

Die Auferstehung Jesu bringt die Frage nach Gott auf den Punkt: Was traue ich Gott zu? Für wie stark halte ich ihn, vor allem im Kampf mit dem Tod? Wo bleibt in diesem Zweikampf Gott? Muss er sich dem Tod beugen? Der Tod - stärker als Gott? Der Tod - eine Macht neben Gott?

Der Glaube an die Auferstehung Jesu ist letztlich eine Aussage über Gott selbst und seine den Tod überwindende Macht. Anders formuliert: Mit der Auferstehung Jesu als der alles entscheidenden Tat Gottes ist die Gottesfrage unausweichlich gestellt. Zu Ostern des Jahres 30 n. Chr. setzt Gott ein unübersehbares Zeichen. Gott ist jener, der die Macht hat, die Toten zu erwecken und das Nicht-Seiende ins Dasein zu rufen. Wer die Auferweckung Jesu für unmöglich hält, stellt in Frage, dass Gott stärker als der Tod und Herr über den Tod ist.

1. Kor 6,14
 
„Gott hat den Herrn auferweckt;
er wird durch seine Macht auch uns auferwecken.“
 
2.  Kor 4,14
 
„Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken … wird.“

Die Auferstehung Jesu ,schafft' einen ,neuen', von lebendiger Hoffnung erfüllten Menschen, für den im Licht von Ostern nicht nur der Tod viel von seinem Schrecken verliert, sondern auch das Leben hier und jetzt eine neue Qualität gewinnt.
 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und frohes Osterfest!
 
Ihr Pfarrer
 
P. Julius Saeys osc
 
 
 
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