Ein PGR schreibt... - April 2017

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Ein PGR schreibt...

 
Aus der Sicht eines Pfarrgemeinderates

 
 
Haben wir noch Träume (Visionen)?
 
 
In einer der letzten Predigten meinte P. Julius, dass eine Pfarrgemeinde, die keine Visionen (echte Träume) hat, eine aussterbende Gemeinde ist.
Als PGR habe ich mir die Frage gestellt, ob wir auch dazu gehören.
 
Ich denke nicht, denn wir haben noch Träume und versuchen sie zu verwirklichen. Wir haben sie vor vielen Jahren formuliert und dieser Text ist auch auf unserer Homepage nachzulesen.
 
In einem Artikel beschreibt Hermann Josef Coenen auch unsere Visionen, in einem „neuen Kleid“:
 
 
Eine neue Kirche
 
Ich träume von einer Kirche, in der die Liebe gelebt wird. Der Papst als Sprecher aller, die keine Stimme haben, der Bischof als Anwalt des kleinen Mannes von der Straße.
Die Kirche der Zukunft: ein Haus der offenen Tür – für alle, die Jesus folgen wollen, gleich welcher Rasse, welcher Partei, welcher Konfession.
Wir wurden nicht geboren, Befehlsempfänger zu sein, noch Herrscher, sondern Schwestern und Brüder.
Gott allein ist der Vater. Christus allein ist der Herr.
Kommt! Lasst uns nicht warten und klagen, fangen wir doch selber an.
 
Wir brauchen ganz neue Tugenden:
Zivilcourage, Fantasie und Optimismus. Kirche als Salz für die Welt, als Leuchtturm mitten in dunkler Nacht. Christen, die ihr Fähnchen nicht nach dem Wind drehen.
Klein ist ihre Zahl, aber groß ist ihr Mut. Jesu Weg ist ihr Weg; Jesu Geist begeistert sie.
Lasst uns unsere Hände  gebrauchen, so wie Jesus sie am Gründonnerstag gebraucht hat:
Keiner denkt nur an sich, auf Kosten der anderen. Jeder bringt das ein, was er hat und was er kann. Die Quelle unserer Kraft ist das Brot und der Wein vom Tisch des Herrn.
Ich sehe eine neue Kirche. Aber sie kommt nicht von selbst.
Die Raupe muss sich verändern, muss sich entwickeln,
ehe sie zum Schmetterling wird.
 
Annemarie Schermann
 
 
 
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