- Juni 2017

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„Kann ich es verantworten zu glauben ?“

 
"Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt", lesen wir im Petrusbrief. Diese Worte sind an Frauen und Männer in Kleinasien gerichtet, die es als Christinnen und Christen inmitten einer nichtchristlichen Umgebung nicht immer leicht haben. Und wenn sie dann nach dem Grund ihres christlichen Handelns gefragt würden, dann sollten sie darüber Auskunft geben können, woraus sie Kraft und Hoffnung schöpften. Ist unsere Lage in der heutigen Gesellschaft so ganz anders?
 
Vielleicht werden wir nicht gefragt, warum wir an Gott und an Jesus glauben? Liegt das daran, dass man nicht an unserer Lebensweise merken kann, dass wir glauben? Und wenn wir gefragt werden, wissen wir oft keine Antwort. Sind wir uns selbst nicht darüber im Klaren, warum wir an Gott und an Jesus glauben? Vielleicht haben wir es nie gelernt, uns darüber Gedanken zu machen. Ich glaube halt, weil ich so erzogen bin. Vielleicht haben viele Kinder - die schon kritisch hinterfragen - sich deswegen vom christlichen Glauben distanziert, weil ihre Eltern keine Antwort auf ihre Fragen geben konnten?

Es gehört zu einem erwachsenen Glauben, dass man zunächst einmal sich selbst gegenüber vernünftig begründen kann, warum man glaubt, warum das sinnvoll und plausibel und nicht unvernünftig ist. Das tun wir z.B. in unseren Bibelrunden, im Bibel-seminar,  in „Christen im Gespräch“. So lernen wir, über unseren Glauben zu reden, ihn zu vertiefen. So kann unser Glaube reifer werden. Wir sind ja alle miteinander immer  im Glauben unterwegs!
 
Könnten auch Sie sich „überwin-den“, alle „Ausreden“ beiseite zu schieben und auch an einer dieser Runden teilzunehmen? „Ich habe keine Zeit“, ist meistens eine Ausrede. Für das, was für mein Leben wichtig ist, muss ich mir einfach Zeit nehmen!

Ihr Pfarrer
P. Julius Saeys osc
 
 
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