Singen und Glaube - September 2017

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„Singen ist wichtig für
unseren Glauben!“
 
In einem Buch („Seht, mache alles neu“) las ich: „Die Musik ist eine große Chance der „Begegnung“ mit und der „Erfahrung“ von Gott. Sie sollte in keinem Gottesdienst fehlen, im Gegenteil, sie muss einen wichtigen Bestandteil ausmachen. Sie muss den Menschen Freude machen..., soll jedenfalls Emotionen auslösen, die sprachlich oft schwer zu beschreiben sind.“
 
Diese Worte sprechen mir aus dem Herzen. Und es freut mich, dass in unseren Gemeindemessen immer so kräftig gesungen wird. Das wurde mir auch schon oft von Gästen bestätigt.

Dabei geht es aber nicht nur um das Singen, sondern auch darum, was man singt, um die Bedeutung der Worte. Diese sollen ausdrücken, was wir als gläubige Menschen empfinden und erfahren. Sie sollen ein Stück unseres Lebens zur Sprache bringen, in einer Sprache von heute, die wir verstehen. Dann wird jedes Lied zu einem echten Gebet. Unser Liederheft ist ein Versuch, solche Lieder zu sammeln: Wenn möglich „schöne“ Melodien (die zu richtigen „Ohrwürmern“ werden können) aber gleichzeitig auch „sinnvolle“ Texte, die uns betroffen machen.

Der Autor des oben erwähnten Buches schreibt weiter: „Die Auswahl an »unbrauchbaren Liedern« ist groß. Das »Neue Gotteslob« ist voll davon. Auch wenn manche Lieder dichterischen Wert haben, poetisch sind oder schöne Melodien haben, so sind sie zum überwiegenden Teil nicht mehr zeitgemäß.... Ich will damit weder die Autoren noch die Komponisten schlecht machen, aber warum singen wir Texte aus dem Mittelalter? Viele der Melodien sind bestimmt sehr schön, eingehend und auch heute noch singbar - aber die Texte!“ Dann gibt er einige Beispiele:
 
• GL 252: Gelobt seist du, Jesu Christ, dass du Mensch geboren bist von einer Jungfrau, das ist wahr; des freuet sich der Engel Schar.
• GL 478: Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land, aus ew'gem Stein erbauet von Gottes Meisterhand.
• GL 710: Hier liegt vor deiner Majestät im Staub die Christenschar, das Herz zu dir, o Gott, erhöht, die Augen zum Altar. Schenk uns, o Vater, deine Huld, vergib uns unsre Sündenschuld.
• GL 371: Herz Jesu, Gottes Opferbrand, der uns're Lieb entfachte! 0 Herz, in Nacht zu uns gesandt, als Schuld den Tod uns brachte! Wir stachen dich mit Spott und Wut, du tauftest uns mit deinem Blut. Nun müssen wir dich lieben.

Was singen/beten wir da? Meinen wir das? Oder sind das nur leere Worte?
 
Singen soll Freude machen, nicht nur durch schöne Melodien, sondern auch durch die Worte, die wir da aussprechen: Sie sollen unser Leben berühren! Singen Sie also in unseren Gemeindemessen kräftig mit. Es ist ein Glaubenszeugnis!
 
Ihr Pfarrer
P. Julius Saeys osc
 
 
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