Glaubwürdig glauben? - Oktober 2017

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Glaubwürdig  glauben ?
 
 
Stellen Sie sich vor: Ein Nachbar interessiert sich für Ihren christlichen Glauben und bittet Sie, darüber zu erzählen. Wovon würden Sie an erster Stelle reden? Was wäre für Sie so wichtig, dass Sie es ihm unbedingt erklären möchten? Sie wären dann in der Situation eines „Handelsvertreters“ (der Vergleich hinkt natürlich), der weiß, welche „Ware“ er anzubieten hat und welche Qualität sie hat. Er muss natürlich selbst vom Wert seines „Produktes“ überzeugt sein, sonst ist er nicht glaubwürdig und kann den „Kunden“ nicht davon überzeugen, dass sein „Produkt“ auch für den „Kunden“ so wertvoll ist, dass der es „kauft“, also sich „aneignet“.
 
Wenn wir unseren Glauben, das Evangelium von Jesus, die „frohe Botschaft“ weitergeben möchten, müssen wir folgende Fragen für uns selbst beantworten können:
 
1. Was kann ich heute glauben? Welche Glaubensinhalte sind für mich plausibel und wichtig?
 
2. Wie drücke ich meinen Glauben aus (in Wort und Tat)? Finde ich die richtigen Worte, die richtige Sprache, die auch andere verstehen? Wird meine Glaubensüberzeugung in meinem Verhalten spürbar?
 
3. Wie und wo kann ich meinen Glauben vertiefen und mit anderen teilen?

Diese Fragen sind wichtig für uns selbst. Nur wenn es uns gelingt sie zu beantworten, können wir zu einem reifen, erwachsenen Glauben wachsen. Das ist ein Reifeprozess. Nur so kann ich anderen auch deutlich machen, dass mein Glaube „vernünftig“ ist, nicht blind, nicht ein Märchen, das in den Augen anderer „kindisch“ ist.
 
Ich lade Sie ein, sich ernsthaft mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.
 
Ihr Pfarrer
P. Julius Saeys osc
 
 
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