- Dezember 2017

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Und wieder bereiten sich die Menschen auf Weihnachten vor. Verschiedene Länder, verschiedene Traditionen. Ob sie auch wissen, was sie feiern? Auch im derzeit noch christlich geprägten Österreich nehmen zusehends andere Traditionen zu.
 
 
Es fällt auf, dass Engel und Christkind durch dickbäuchige, über Mauern und Zäune kletternde Weihnachtsmänner, durch Rentiere und deren Schlitten ersetzt werden. Unsere traditionellen Lamettaketten werden von Filzgirlanden und beleuchteten Sisalweihnachtsmännern und Elchfiguren in Schneekugeln ersetzt. Lebkuchen und Weihnachtsstollen gibt es bereits im September. Den Duft von Zimt und Orangen gibt es nur mehr an den Punschständen. Adventkränze werden von kleinen Gestecken abgelöst, weil man ja sowieso zu Weihnachten in die Karibik fährt.

 
Da lobe ich mir doch die Großfeldsiedlung, wo im Einkaufszentraum wenigstens Sterne als Adventbeleuchtung zu sehen sind und in unserer Pfarrgemeinde H. Kreuz noch alte christliche Bräuche wie Rorate, Herbergsuche (leider ab heuer auch nur mehr 1 x im Jahr, weil ja der Advent so gedrängt ist und wir keine Zeit mehr finden), Kindermette, Adventfeier der Pfarrgemeinde, Adventkranzbinden usw. Aber vor allem wird noch die Menschwerdung Gottes im Kinde Jesu (Christkind) in der Mette feierlich gefeiert. Es gibt also doch noch Christen, die wissen, was sie zu Weihnachten feiern!

 
Zum Nachdenken:
 
Advent, Advent, ein jeder rennt, erfüllt die Pflicht als Konsument,
der Stille weit davonzulaufen, um ganz im Wohlstand zu ersaufen.
Zu eilen, hasten immerdar: “Das ist die stillste Zeit im Jahr!”

Advent, Advent, ein jeder rennt, und eilt und hastet ohne End,
bis man das Auto endlich parkt gleich bei dem großen Weihnachtsmarkt.
Dort tönt, dort dröhnt es wie Gebrüll: “Still, still, weil’s Kindlein schlafen will!”

 
.Advent, Advent, ein jeder rennt; so ist es recht, so stimmt der Trend.
Der Gabentisch ist übervoll, das Weihnachtsmahl schmeckt wieder toll.
Und bleiben Herz und Hirn auch leer, - beim Fernsehn merkt das keiner mehr.

 
(entnommen aus „Vorrat“)

 
Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht
Annemarie Schermann
 
 
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