Comeback der Kirche - März 2018

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Das Comeback
 
der Kirche …
 

Anfang Jänner haben sich mehr als 10.000 Besucher bei der Glaubenskonferenz „Mehr“ in Augsburg getroffen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation des „Mission Manifest. Das Comeback der Kirche“. Federführend bei diesem Projekt ist unter anderem Pater Dr. Karl Wallner OCist, Nationaldirektor von Missio-Österreich. Das Manifest besteht aus einer Präambel und 10 Thesen. Im Zuge der Präsentation betraten mehr als 80! Vertreter katholischer Organisationen und Initiativen aus dem deutschsprachigen Raum als Erstunterzeichner des Manifestes die Bühne, um zu zeigen, dass sie den missionarischen Geist aktiv mittragen. Unter missionsmanifest.online kann sich jeder, der sich ebenfalls aktiv bei der Weitergabe unseres Glaubens engagieren möchte, eintragen. Ich habe dies bereits getan.
Zu dem Projekt gibt es ein Buch und Flyer, welche wir in der Pfarre auflegen werden. Unterstützung bekam der Start des Projekts durch eine Grußbotschaft aus dem Vatikan und den anwesenden Jugendbischöfen aus den drei deutschsprachigen Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich.
Jesus sagte: „Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Geht - und macht! Dies ist ein ziemlich heftiger Auftrag. Natürlich muss das nicht heißen, dass wir uns alle mit der Gitarre auf den Hauptplatz stellen, Jesus-Lieder singen und jene Passanten, die nicht schnell genug flüchten, ins Taufbecken versenken. Aber es heißt wiederum auch nicht bloß: Wartet, bis einer kommt!
Im Folgenden die Präambel und die ersten drei Thesen. Wenn es klappt sollen in den nächsten Pfarrzeitungen kleine Missionsprojekt zum Mitmachen in unserer Pfarre/ unserem Entwicklungsraum vorgestellt werden.
Präambel — Nach menschlichem Ermessen wird die Kirche in Deutschland, Österreich und der Schweiz in wenigen Jahren kaum mehr eine gesellschaftlich wahrnehmbare Rolle spielen. Das ist weniger schade um die Kirche als schlimm für die Menschen, die Gott verlieren oder Jesus nie kennen lernen. Wir sind katholische Christen in Österreich, Deutschland und der Schweiz, die unter der »Ero-sion des Glaubens«, von der Papst Franziskus spricht, leiden. Wir wissen: Unsere Heimatländer sind Missionsländer geworden. Wir sind bereit für Mission. Wir wünschen, dass unsere Länder zu Jesus finden. Wir laden alle ein, die sich verbindlich mit uns hineinbegeben wollen in eine Welle des Gebets. Wir möchten diejenigen zusammenführen, die den Mut zu ungewöhnlichen Schritten haben. »Das Gebot der Stunde«, sagt auch Papst Franziskus, »ist die pastorale Neuausrichtung, also dafür zu sorgen, dass die Strukturen der Kirche alle missionarischer werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist, dass sie die in der Seelsorge Tätigen in eine ständige Haltung des ›Aufbruchs‹ versetzt und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet«. (Evangelii Gaudium, 27) Viele Bischöfe sind diesem Aufruf gefolgt und haben ihn sogar noch verstärkt. Unsere Initiative von unten möchte sie unterstützen.
THESE 1
Uns bewegt die Sehnsucht, dass Menschen sich zu Jesus Christus bekehren. Es ist nicht mehr genug, katholisch sozialisiert zu sein. Die Kirche muss wieder wollen, dass Menschen ihr Leben durch eine klare Entscheidung Jesus Christus übergeben. Sie ist ja weniger eine Institution oder Kulturform als eine Gemeinschaft, mit Jesus in der Mitte. Wer Jesus Christus als seinem persönlichen Herrn nachfolgt, wird andere für eine leidenschaftliche Nachfolge Jesu  entzünden.
THESE 2
Wir wollen, dass Mission zur Priorität Nummer eins wird. Und zwar durch eine Fokussierung der finanziellen und personellen Ressourcen der Kirche auf die Evangelisierung. »Die Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch!« (Ad gentes, 2) Der finale Auftrag Jesu an seine Freunde lautet: »Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern« (Mt. 28,19). Eine Kirche die nicht freudig, und überzeugend auf alle zugeht, hat keine Mission; sie verliert ihr Warum und Wozu. Sie steht für nichts. Und sie schrumpft statt zu wachsen. Für unsere Länder heißt das: »The church will send or the church will end.«
THESE 3
Wir glauben, dass die Chancen nie größer waren als jetzt. Das Defizit an privater und gemeinsamer Hoffnung in der Welt wird von Tag zu Tag größer. Viele suchen und geben sich mit kleinen Antworten zufrieden. Dabei ist die denkbar größte Hoffnung bereits in der Welt. Das Evangelium hat nichts von seiner Attraktivität verloren. Wir Christen sind dazu da, diese Hoffnung zu teilen, statt sie für uns zu behalten. Wo das geschieht, wird es für Menschen unserer Zeit verlockend, Christ zu sein. Weltweit nehmen 200 Millionen Christen sogar Verfolgung in Kauf, weil sie von Jesus, ihrer einzigen Hoffnung, nicht lassen können.
Die Informationen habe ich für euch aus der Kirchenzeitung „Der Sonntag“ und missionmanifest.online zusammengestellt. Für weitere Informationen stehe ich beim Pfarrkaffee gerne zu Verfügung.
René Schwab

 
 
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